AckerNews

Kinder ackern in Zermatt

Seit fünf Jahren gibt es die Bildungsinitiative GemüseAckerdemie in der Schweiz. Nun ist im Rahmen des Bildungsprogramms der höchste GemüseAcker der Schweiz bepflanzt worden – am Fusse des Matterhorns, auf rund 1600 Metern über Meer.

Die Kinder der Kita Marzipan haben vergangenen Freitag ihren GemüseAcker bepflanzt, mitten in den Schweizer Bergen, mitten in Zermatt. Auch die Nachbargemeinde Täsch hat seit diesem Jahr einen eigenen SchulAcker, den die Erstklässler sogar eigenhändig umgegraben haben.

„Die Kinder haben sich riesig auf den Pflanztag gefreut,“ erzählt die Werklehrerin Martina Greiner, die die GemüseAckerdemie nach Zermatt und Täsch geholt hat. So waren die Kids denn auch kaum mehr zu bremsen, als das Team der GemüseAckerdemie mit Setzlingen und Saatgut aus dem Unterland anreisten. Innerhalb von knapp zwei Stunden hatten die Kita-Kinder und die Schüler*innen ihren je knapp 30 Quadratmeter grossen Acker bepflanzt.

Gemüsevielfalt in der Bergregion

Auf den beiden Äckern im Wallis hegen und pflegen die jungen Gemüsegärtner*innen im Alter von zwei bis sieben Jahren seit Juni wöchentlich ihren Garten. Dort wachsen nun rund 25 verschiedene Gemüsekulturen, darunter viele alte Sorten, welche die kurze Vegetationszeit und das im Sommer trockenheisse Klima am Matterhorn gut ertragen.

Kita und Schule arbeiten mit den begleitenden Bildungsmaterialien der GemüseAckerdemie, in denen die Kinder von einem lustigen Radiesli und einem frechen Rüebli durch das AckerJahr begleitet werden. Ergänzend nehmen die Erziehungs- und Lehrpersonen über das Jahr an mehreren Schulungen zum ökologischen Gemüseanbau teil und erhalten wöchentliche Pflegehinweise, Tipps und Tricks per Mail.

Vorfreude auf die Ernte

Wie die Pflanzen in den Boden kommen und welches Gemüse dann am Ende daraus wächst, war für die meisten Kinder am Pflanztag zwar neu. Die Neugier, wie aus den kleinen Setzlingen im Verlaufe des Sommers Salate, Gurken und Co. wachsen, ist aber gross. Und klar ist auch: Die Kinder können es kaum erwarten, das eigene Gemüse nach getaner Arbeit und erfolgreicher Ernte dann direkt auf dem Acker zu probieren.