Christoph Schmitz, Gründer von Ackerdemia, ist Ashoka Fellow 2016

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Ashoka Fellows - das sind GründerInnen von sozialen Organisationen, deren Ansätze innovativ, klug gedacht, einfach verbreitbar und wirksam sind. Über 200 Personen wurden für ein mögliches Fellowship nominiert. Am Ende eines intensiven, mehrjährigen Auswahlprozesses stehen nun sechs neue Ashoka Fellows fest. Die feierliche Aufnahme in das global Ashoka-Netzwerk fand in München, im Haus der Kunst statt.

Christoph hat mit dem Bildungsprogramm GemüseAckerdemie ein weltweit einzigartiges, skalierbares Konzept entwickelt, das Kindern und Jugendlichen die Themen Lebensmittelproduktion und -wertschätzung, gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit näherbringt (Video). Ashoka würdigt die Arbeit des Sozialunternehmers mit der Aufnahme in das globale Netzwerk. In Deutschland gibt es aktuell 62 Ashoka Fellows, weltweit rund 3.200.

Solche erfolgreichen Modelle an jeden Haushalt, Schule und Straßenecke zu bringen, ist das Ziel der Förderung durch Ashoka. „Sozialunternehmertum zeigt, dass soziales und unternehmerisches Handeln sich nicht ausschließen – sondern sich im besten Fall positiv verstärken“, sagt Rainer Höll, Mitglied des Führungsteams von Ashoka Deutschland. Das beweist auch der Werdegang von Ashoka Fellow Christoph Schmitz.

Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb studierte Christoph Agrarökonomie und Public Policy. Anschließend promovierte er am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) über nachhaltige Ernährungssysteme. Inspiriert durch einen Schülerbesuch auf seinem heimatlichen Hof entwickelte er 2012 das innovative Bildungsprogramm GemüseAckerdemie. Den zweifachen Vater begeistern unternehmerische Konzepte in den Bereichen nachhaltige Bildung, Landwirtschaft und Ernährung. So gründete er bereits 2009 das Sozialunternehmen DeCo!-Sustainable Farming in Ghana und 2014 den gemeinnützigen Verein Ackerdemia.

Zum Fellowship-Video von Christoph

Zur offiziellen Mitteilung von Ashoka Deutschland

 

Über Ashoka

Die Organisation Ashoka fördert weltweit Social Entrepreneurs – unternehmerisch denkende Gründerpersönlichkeiten, die gesellschaftliche Probleme überwinden. Vorgemacht haben es Organisationen von Ashoka Fellows wie die Elektrizitätswerke Schönau, die mit ihrem Strom aus Bürgerhand vor zwanzig Jahren die Energiewende vorzeichneten, oder die Wikipedia, die Wissen für Alle zugänglich machten. Ashoka Fellow Kailash Satyarthi wurde 2014 nach Muhammad Yunus der zweite Nobelpreisträger aus dem Ashoka-Netzwerk, 23 Jahre nach seiner Aufnahme in das Netzwerk, das heute aus über 3.200 Pionieren sozialer Innovation besteht.