Mann und Mädchen im Gemüse-Garten mit Bohnen
© Katharina Kühnel
Gemüseanbau zu Hause mit Kindern

Wie sieht dein Gemüse-Vorhaben in 2018 aus?

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dir das neue AckerJahr 2018 zu beginnen und dich und deiner Familie mit zahlreichen Tipps und praktikablen Lösungen beim eigenen Gemüseanbau zu begleiten. 

In unserem Januar Newsletter 2018 erhältst du erste Tipps für den Gemüseanbau für die kommende Saison. Besonders liegt uns am Herzen, dass wir dir Ideen geben, wie du deine Kinder für den Gemüseanbau begeistern kannst - sei es im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank in der Wohnung.


Gemüseanbau im Garten

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Gemüseanbau auf dem Balkon

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Gemüseanbau auf der Fensterbank

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Gemüseanbau im Garten: Was ist das Lieblingsgemüse deiner Kinder?

Mann und Kind, das Korb mit Kartoffeln hält
© Katharina Kühnel

Du möchtest dieses Jahr Gemüse anbauen und auch deine Kinder dafür begeistern? Frag sie einfach mal, welches Gemüse sie überhaupt kennen und welches sie gerne anbauen und ernten würden. Vielleicht fragst du sie auch nach besonderen Farben – denn es gibt eine Unmenge an Vielfalt in der Natur und Bohnen können durchaus blau werden und Kartoffeln rosa oder lila.

Aus unsere Erfahrung wissen wir, dass Kartoffeln, Tomaten, Gurken und Radieschen besonders Spaß machen und sich für Kinder eignen: Da gibt es viel zu staunen und zu tun und in der Regel werden diese Gemüsesorten auch gerne von Kindern gegessen. Aber bis dahin ist noch viel Zeit.

Wenn ihr in die Garten- und Balkonplanung einsteigt, fragt uns gerne! Unser Gartenbauexperte Dr. T steht euch für jede noch so simple oder komplizierte Frage zur Verfügung.

Beginne am besten mit einer übersichtlichen, eher kleinen Fläche. Für jedes Kind rechnen wir altersabhängig mit 3 bis 7 m² Fläche, für Erwachsene höchstens 10 m².

Deine Kinder haben bestimmt Spaß daran, nach geeigneten Flächen mit dir zusammen zu suchen und sie mit dir auszumessen. Wieviel Schritte machen eigentlich einen Meter aus? Oder wie viele Füße lang ist die ausgewählte Fläche?

Wenn eure Kinder Lust haben, könnten sie einen Gartenplan malen und die Flächen gemeinsam mit euch mit den entsprechenden Längenangaben versehen. So einen Gartenplan werdet ihr ohnehin in den kommenden Monaten und Jahren benötigen.

Für die Flächenauswahl ist es wichtig, einen sonnigen Platz zu suchen, denn Gemüse braucht sehr viel Sonnenlicht! Was den Boden betrifft, ihr solltet mindestens einen Spatentief in die Erde kommen, rund 40 cm braucht das Gemüse zum Wurzeln. Und ihr solltet nicht zu nah an Hecken und Bäume heran – nicht nur wegen der Verschattung, sondern weil es unter der Erde sonst zu jeder Menge Wurzelkonkurrenz zwischen Bäumen und Gemüse kommen kann.

Was zuvor auf der Fläche stand, wird gerodet und geschreddert bzw. untergegraben, sobald es frostfrei ist.


Gemüse im Zimmer oder auf dem Balkon: Geht das gut?

Wenn du keinen Garten hast, kannst du dir auch einen kleinen Gemüsegarten auf dem Balkon oder auf der Fensterbank im Zimmer anlegen.

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Balkon - der Garten im Blumenkasten

Wenn du es geschickt anfängst, kannst du auf dem Balkon einen richtigen kleinen Garten anlegen. Für gewöhnlich halten die Balkone auch jede Menge Ballast aus. 400kg pro m² sind die regulären Belastungsgrenzen. Das sind 5 Personen mit jeweils 80kg Gewicht - man müsste also schon ziemlich dicht stehen, um diese Grenze zu erreichen. Also keine Angst! Dennoch bringen Erde und Kübel einiges an Gewicht auf die Waage. Das kann man sehr gut mit Kindern überprüfen: Wie viele Kinder mit deinem Gewicht kann der Balkon tragen? Und bist du wohl schwerer oder leichter als der volle Kübel?

Auch bei der Planung des Balkons können deine Kinder helfen - denn auch hier musst du eine Bestandsaufnahme von vorhandenen Flächen, Kübeln und Töpfen machen. Für Gemüsesorten wie Radieschen oder Mohrrüben, benötigst du einen hohen Kasten, da es bei diesem Gemüse auf die Wurzeln ankommt. Und die brauchen einfach Platz, um dick und lang zu werden.

Wichtig für die Planung ist allerdings nicht nur die Frage des Platzes, sondern vor allem die Frage der Licht- und Hitzeverhältnisse: Ein nach Süden gerichteter Balkon ist im Frühling ideal, im Sommer für viele Gemüsesorten zu heiß – dann solltet ihr vor allem absolut hitzeverträgliche Pflanzen wie Tomaten, Chili oder auch Aubergine dort anbauen. Vielleicht müsst ihr also einen Sonnen- und Windschutz bauen? Oder im Gegenteil - ein paar Sockel aufstellen, damit die Pflanzen genügend Sonne erhalten? Wieviel Platz geht dann für die Pflanzen drauf und habt ihr dann noch ausreichend Platz für das gemeinsame Abendbrot oder das gemeinsame Getränk im Sommer? Nicht, dass an unserer Lieblingsstelle später die Pflanzen stehen!

Fensterbank - der Garten im Blumentopf 

Reserviere Ost- oder Westfenster für deine Gemüseanzucht auf der Fensterbank. Somit stellst du sicher, dass die Pflanzen immer ausreichend Licht haben.

Auch bei der Planung der Fensterbänke können deine Kinder helfen - denn auch hier musst du eine Bestandsaufnahme von vorhandenen Flächen, Kübeln und Töpfen machen. Wieviel Platz hast du überhaupt? Du kannst gemeinsam mit den Kindern Schablonen von den freien Fensterflächen erstellen und diese dann zum Einkauf von Töpfen und Kübeln mitnehmen - so können deine Kinder besser nach geeigneten Töpfen suchen.

Du kannst mit deinen Kindern überlegen, wie sonnig oder schattig deine Fensterbänke sind. Wo nimmt die Sonne ihren Lauf und wie viele Stunden direktes Sonnenlicht würden die Pflanzen wohl bekommen? Im Winter scheint die Sonne natürlich nicht so prächtig und auch der Stand der Sonne ändert sich, aber an manchen klaren Tagen lässt sich mit den Kindern dennoch erkunden, welches die sonnigsten Flächen bei dir zu Hause sind.

Wichtig ist, dass du von deinem kleinen Nutzgarten auf der Fensterbank nicht zu viel erwartest. Sei nicht enttäuscht, wenn die Ernte nicht so üppig ausfällt. Freu dich einfach über die kleine Ernte und lass sie dir schmecken.

 

Im Februar Newsletter beschreiben wir, welche Gemüsesorten in Blumenkästen auf dem Balkon und drinnen auf der Fensterbank am besten wachsen, warum Licht so wichtig ist und was du noch alles beim Thema Anbauplanung bedenken musst.


Inhalte des Januar Newsletters: