Wirkung

Ackern schafft Wirkung

Wirkungsfelder GemüseKlasse

Knapp 1400 Schüler*innen an über 70 Schulen haben unglaubliche 21.100 Liter Erde in ihre Klassenzimmer geschafft, um dort tausende Samen sprießen und gedeihen zu lassen.

Dabei haben sie neues Wissen über Zusammenhänge in der Natur erworben, ihr Bewusstsein für Pflanzen und die Natur gestärkt, ihren Konsum von Lebensmitteln reflektiert, sich mit ihrem Ernährungsverhalten auseinandergesetzt und Sozialkompetenzen und mehr Wertschätzung für Lebensmittel entwickelt.

Insgesamt konnten sechs Wirkungsfelder identifiziert werden, in denen sich Veränderungen bei den Schüler*innen gezeigt haben.

Wirkungsbericht

Im Jahr 2019 haben wir eine umfassende Wirkungsanalyse mit 15 Schulklassen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Erhebung sowie aus den Jahren davor werden wir in Kürze in unserem ersten Wirkungsbericht für die GemüseKlasse veröffentlichen. Der Wirkungsbericht GemüseKlasse wird voraussichtlich im Dezember 2020 erhältlich sein. Vorab ein paar erste Wirkungsergebnisse aus unseren GemüseKlassen:

Ernährung
Die Schüler*innen probieren Gemüse und Kräuter, die sie vorher nicht kennen und sind dadurch insgesamt neugieriger auch anderes Gemüse zu probieren. Gemüse ist nun spannender als vorher. Kann dieses Probieren darüber hinaus mit positiven (Geschmacks-) Erlebnissen verknüpft werden, hat das Programm die Chance zumindest das Ernährungsverhalten bei einigen Kindern zu beeinflussen und langfristig zu verändern:

"Ich esse jetzt mehr Gemüse, weil uns wurde erklärt, dass Gemüse sehr gut ist. Und weil wir dann öfter mal was probiert haben und dann war es doch ganz lecker. Früher hatte ich kaum Gemüse gegessen. Da fand ich es nicht so lecker, weil ich immer gedacht habe das schmeckt nicht." (Schüler*in aus Brandenburg)

Änderung der Essgewohnheiten zu Hause
Die Schüler*innen berichten zu Hause von ihren Erlebnissen in der GemüseKlasse und tragen diese positiven Erfahrungen in die Familien. Dies kann die Auswirkungen haben, dass sie zu Hause mehr Gemüse essen wollen oder sogar die Familie anregen, neue Gemüsearten zu probieren und das Ernährungsverhaltens zu ändern:

„Die Eltern haben keine Kuchen mehr gebacken und stattdessen Gemüse- und Obstspieße mitgebracht. Die Gemüsespieße gibts erst seit der GemüseKlasse.“ (Lehrerin aus Mecklenburg-Vorpommern)

Naturverbundenheit
Die Schüler*innen kümmern sich täglich um ihre Pflanzen und erleben so unmittelbar, was Pflanzen zum Wachsen brauchen. Diese Wachstumsvoraussetzungen können sie benennen. Die einzelnen Wachstumsschritte können oftmals nur grob beschrieben werden.

„Es hat total Spaß gemacht, dass man sich immer um was kümmern konnte, und am nächsten Tag schon etwas gewachsen ist.“ (Schüler*in)

Nachhaltigkeit
Die Schüler*innen setzen sich mit einem nachhaltigen Konsum auseinander und reflektieren diesen. Insbesondere das Bewusstsein, dass Lebensmittelverschwendung oder Plastikverpackungen Herausforderungen darstellen, ist vorhanden. Einige Schüler*innen kennen darüber hinaus Handlungsalternativen, wie sie beispielsweise zu einer Reduzierung von Plastikmüll beitragen können. 

„Jetzt kaufen wir nicht mehr so viel Plastik, Das ist mir nämlich aufgefallen, dass wir ganz viel Plastik haben.“ (Schüler*in)

Die GemüseKlasse in Zahlen

36

Wochen

1350

Erreichte Kinder

58

Lernorte

21100

Liter Erde

Ich esse jetzt endlich Salat. Dann habe ich festgestellt, ok, der schmeckt irgendwie ganz lecker.

Schüler*in aus Berlin