Kinder der GemüseAckerdemie lernen im Gemüsebeet mit den Bildungsmaterialien
© Katharina Kühnel
Bildungsansatz

Förderung von Naturverbundenheit, gesunder Ernährung, Motorik und Sozialkompetenzen

Mit dem Bildungsprogramm GemüseAckerdemie wird ein nachhaltiger und dauerhafter Lernort in der Kita verankert, der es Kindern von Anfang an ermöglicht Grundfertigkeiten zu erwerben, die für eine nachhaltige Entwicklung wichtig sind.

Das geben wir den Kindern mit

Die Kinder ernten, probieren und verarbeiten Gemüse, um gesunde Ernährung frühzeitig in ihren Essgewohnheiten zu verankern und wertzuschätzen. Sie lernen, wann welches Gemüse Saison hat und unter welchen Bedingungen Gemüse in anderen Ländern angebaut wird und zu uns kommt.

Die Kinder machen sich ihre Umwelt praxisorientiert zu eigen, arbeiten mit Erde, beobachten das Wachstum der vielfältigen Gemüse und lernen Tiere und Pflanzen kennen. Dabei entwickeln sie ein Verständnis für natürliche Abläufe und Zusammenhänge sowie Wertschätzung für die Natur.

Die Kinder zeigen Körpereinsatz und lernen mit Arbeitsgeräten umzugehen. Zusätzlich unterstützen spielerische Praxisübungen die körperliche und kognitive Entwicklung der Kinder.

Die Kinder übernehmen Verantwortung für den Acker und eine gute Ernte. Dabei können ältere eine Vorbildfunktion für jüngere Kinder haben. Die Kinder erhalten eine globale Sicht auf die Wertschöpfungskette von Gemüse, wechseln ihre Perspektiven und ziehen Rückschlüsse auf das Konsumverhalten. 

Die Kinder ackern unabhängig ihres sozialen und kulturellen Hintergrundes. Unterschiede werden aufgehoben, Gemeinsamkeiten gestärkt. Zusätzlich lernen sie unterschiedliche Lebensweisen und -bedingungen kennen.

Unsere Bildungsmaterialien

MitAckerheft und Anregungen für Spiele und Übungen (digital)
© Ackerdemia e.V.
MitAckerheft und Anregungen für Spiele und Übungen (digital)
AckerGeschichten (geschlossen) und die Handpuppe Rudi Radieschen
© Ackerdemia e.V.
AckerGeschichten (geschlossen) und die Handpuppe Rudi Radieschen
AckerGeschichten (aufgeklappt) und die Handpuppe Rudi Radieschen
© Ackerdemia e.V.
AckerGeschichten (aufgeklappt) und die Handpuppe Rudi Radieschen

Oberstes Ziel der AckerKita ist es, spielerisch und mit allen Sinnen die Wertschätzung für Lebensmittel bei den Kindern zu fördern. Der Fokus liegt dabei auf dem Erleben des Ackers: Was verändert sich im Laufe der Zeit? Was trage ich zu dieser Veränderung bei? Welche unterschiedlichen Gemüsepflanzen gibt es eigentlich auf unserem Acker und was für Tiere leben dort? Helfen diese Tiere dem Gemüse? Und wie schmeckt eigentlich so frisches Gemüse?

Neben der Ackerpflege lernen die Kinder so auch nachhaltigkeitsrelevante Themen kennen wie ökologische Zusammenhänge, Vielfalt auf dem Acker und gesunde Ernährung.

Dabei helfen ihnen die GemüseFreunde. Die GemüseFreunde sind Rudi Radieschen, Maya Mais, Gülay Gurke, Paulina Palmkohl, Karlos Kartoffel und Willi Wurm. Sie leben im AckerLand. Das AckerLand ist ein GemüseAcker wie fast jeder andere. Der kleine, aber feine Unterschied: Im Ackerland spielen die GemüseFreunde Verstecken im Mulch, rutschen Kartoffelhügel hinunter und erfahren, was sie alles gemeinsam schaffen können. Ihre Erlebnisse sind in zehn Geschichten für die Kitakinder aufgeschrieben. Anhand dieser AckerGeschichten lernen die Kinder die Gemüsepflege und den Lebensraum Acker kennen. Beim Erzählen der AckerGeschichten hilft die Handpuppe „Rudi Radieschen“, die mit kleinen Fragen die Themen und Geschichten noch mehr zum Leben erweckt.  Aber nicht nur in der Kita bekommen die Kinder Besuch von den GemüseFreunden: Das MitAckerheft bringt die GemüseFreunde nach Hause und enthält einfache Mal-, Bastel- und Rezeptideen für die Familien. Weitere methodische Anregungen und Ideen bekommen die Erzieher*innen digital zur Verfügung gestellt.

Orientierung an Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie orientiert sich inhaltlich und methodisch an den Kriterien zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE).

Die GemüseAckerdemie motiviert Kinder mit einem praxisnahen Setting und partizipativen Methoden dazu, ihr eigenes Handeln zu reflektieren und ihre Selbstwirksamkeit zu erfahren.